Buschdorf 1907 - Hauptstraße

Nr.5 Klosterhof
Birkheuser

   
Foto: Sammlung Meyerhoff

Ein häufiges Missverständnis: In Buschdorf ist nie ein Kloster gewesen. Bei uns befand sich lediglich eine landwirtschaftliche Außenstelle des Zisterzienser-Klosters in Grau-Rheindorf. Dass die Straße am Hintereingang ausgerechnet den Namen "Klosterweg" trägt, führt nun mal leicht zu diesem Fehlschluss.


Der Hof wird in alten Urkunden auch "Zehnthof", "Herrenhof", "Fronhof" oder "Domanial-Klosterhof" genannt. Im Volksmund sagte man während der Zeit mit Pächter Michel Bursch einfach: "Burschhof" (eigentlich der Hof gegenüber).

Zum Hof gehörten (abseits gelegen): Gastarbeiterwohnhaus ("Polebud"), Feldscheune, Ziegelei: Ecke Grüner Weg (heute Otto-Hahn-Str.) und der heutigen Kölnstraße wurden durch die Familie Birkheuser Ziegel gebrannt.
Der Lehm-/Tonhaltige Boden wurde dort vor Ort zu Ziegeln geformt und mit einfachen Feldbrandöfen gebrannt. Heute sieht man an dieser Stelle noch die Bodensenke von der Lehmentnahme.


Zeitangabe:Adresse:Eintrag:
1149Kloster GraurheindorfGründung des Klosters Graurheindorf nicht eindeutig nachgewiesen.
www.kuladig.de: "Vielleicht wurde Graurheindorf 1149 durch den Kölner Erzbischof Arnold I. gegründet."
"Die älteste datierte Urkunde weist die Nonnen 1237/38 als Zisterzienserinnen aus, wahrscheinlich unter Aufsicht der Abtei Heisterbach."
Um 1230Klosterhof GrRhd in BuschdorfUrkunde Landesarchiv: Revers des Klosters betreffend die an das Kölner Domstift zu zahlenden Jahresabgaben aus Gütern zu "Burstorp", Hersel und Rheindorf. (AA 0286, Graurheindorf Nr. 1 )

Bewirtschaftet wurde der Hof nur in geringem Maße von den Klosterbewohnerinnen, er war verpachtet, und die Festlegung der Aufgaben und Verpflichtungen der Pächter ist in zahlreichen Urkunden detailliert vorgeschrieben.
1549-1789 Bonner BannbegängeBuschdorfProtokolle des Bonner Bannbegangs: "Nun ging es weiter nach Buschdorf, daselbst durch einen Weingarten langs des Closters Rheindorff Hoff über die gemeine Straß..."
1682 wird ein "Halbmann Johann Magen" - als Halfe (=Pächter ***) des Klosterhofes erwähnt.

Quellen: Stadtarchiv Bonn, Felix Hauptmann: Der Bonner Bannbegang
ca.1660-1782 Familie Mager als VerwalterBuschdorfFamilienbuch Graurheindorf *) Nr.591ff

Mager (Vorname und Gattin unbekannt), verh. vor 1635, verstorben 1675.

Sein Sohn "Johann Magens", geb. um 1635, Hofmann in Buschdorf, verstorben 1713, verheiratet vor 1663, mit Elisabeth Zerres.

Gemeinsamer Sohn Anton, geb. 1667 Buschdorf, Anton=Tönnes, Hofmann im Klosterhof in Buschdorf, verh. vor 1703 mit Katharina Hamm, Hoffrau in Buschdorf

Deren Sohn Johannes 1708-1782, Fb.598, Sendschöffe (hat für die Einhaltung der kirchlichen Gebote zu sorgen), Hofmann des Klosterhof Buschdorf, verh. mit Christina Breuer, gemeinsam 13 Kinder, alle in Buschdorf, jedoch nicht mehr im Zusammenhang mit dem Klosterhof.

Dies sind die Namen - aus dem Text der Urkunde 1760: Hof und Weinzehnt zu Buschdorf, GrRhd. AA 0287, Nr.3
Johannes besaß offenbar auch eigenes Land, das seine Witwe nach seinem Tod (1782) als Standort für den Kapellenneubau verschenkte. Auch 1877 gehörte das Grundstück links von der Kapelle der Familie Mager. Um 1890 ging es an die Schmiedefamilie Meindorf über.

Die heute lebenden Mitglieder der Familie Mager haben Hinweise, dass um 1630 ein Fachwerkhaus des Klosterhofes zerlegt worden sei und danach auf der anderen Seite der Hauptstraße - Mager Nr.8 (1907) - wieder aufgebaut wurde.

1794GrRhdhttps://wir-rheinlaender.lvr.de/rheinland_franzosen: "Mit der französischen Besetzung des linken Rheinufers im Laufe des Jahres 1794 hielt auch die Säkularisation ihren Einzug. Nach der Einsetzung einer französischen Militärverwaltung zog diese sofort sämtliche landesherrlichen Rechte der bisher bestehenden geistlichen Staaten an sich."

Grünkorn: Kloster durch Franzosen aufgehoben. Der Buschdorfer Hof wird Staatsgut (Domäne), dabei erwähnt: Witwe Mager

Tranchot-Karte 1801 - 1814 Klosterhof eindeutig zu erkennen
1802allgemeinDie Säkularisation von 1802/1803 bezeichnet die umfassende Enteignung und Verstaatlichung von Kirchengut sowie die Auflösung geistlicher Territorien im Heiligen Römischen Reich. Getrieben durch Napoleons Expansionspolitik (Linksrheinisch ab 1802, dann Reichsdeputationshauptschluss 1803), verloren Klöster und Bistümer ihre Macht (Zusammenfassung durch KI). Nach 1815 ging französischer Besitz an Preußen über - Stichwort: "Domainengüter".
1820Buschdorf Laut Zeitungsanzeigen im Jahr 1820 sollen eine Reihe von Domainengütern, u.a. der Klosterhof zu Buschdorf, verkauft werden.
Laut Gabriele B. Clemens in ihrem Buch: "Immobilienhändler und Spekulanten" ersteigerte der "Kölner Immobilienmakler Kornelius Menzen den Hof für 18.000 Taler, gab das Objekt aber nach einiger Zeit an den Staat zurück." Wohl mit Gewinn.
1828 kündigt das Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln einen weiteren Verkauf an mit der Info: "Dieses Ackergut ist bis Cathedra Petri 1829 an Moises Bock zu Hersel ... verpachtet."
1829 wird weiteres Ackerland verkauft.
vor 1830-1867 Gebrüder Riegeler als BesitzerKlosterhof Philipp Joseph Riegeler, 1778-1863, Begründer der Städtischen Sparkasse Bonn (Quelle: Stadt Bonn). Sein Bruder ist vermutlich der als Erbe in einer Zeitungsmeldung genannte Gustav Emanuel Riegeler, 1863 in Köln. Bezug zu Buschdorf laut Zeitungen: 1830 Wechsel der Feuerversicherung durch die Rentner Gebrüder Riegeler, Gebäude Nr.1,
1841 genannt als Nachbar von Maagh,
1867 Verkauf durch Erben Riegeler

Besitzer, die aus der Finanzwelt kamen, stellten oft fachkundige Verwalter ein, wie Christian J.J. Schmitz und Christian Welter.

1835-1857
Christian J.J. Schmitz als Verwalter
Klosterhof BuschdorfVerwalter Christian Johann Jacob Schmitz (bietet in Zeitungen Kartoffeln und andere Produkte an). Er ist Sohn des Peter Joseph Schmitz, Bürgermeister, gestorben in Hersel und Anna Catharina Honecker
1845 bekommt er rechtliche Probleme wegen seiner minderjährigen Tochter Helena Schmitz, die er mit seiner inzwischen verstorbenen Gattin Elisabetha Faßbender hatte.
1848 werden ihm auf einem Dampfboot der Kölnischen Gesellschaft 1200 Thaler gestohlen. Er verstarb 1857 laut Zeitung und Sterbeurkunde 1857 Nr.70 im Alter von 64 Jahren. Gemeldet wurde sein Tod von seinen Nachbarn Mathias Bähr und Johann Braun.

Ungeklärt: In der Zeitungsanzeige wird er als Gutsbesitzer bezeichnet. Welcher Hof? Seine genannten Nachbarn wohnen am nördlichen Teil von Buschdorf, also nicht in der Nähe des Klosterhofs.

1867, 1868 unklarKlosterhof Buschdorf Nach dem Ende für die Gebrüder Riegeler, 1868: Verkaufsankündigung in Zeitung: Pferde- und Mobiliar-Verkauf auf dem Klosterhof zu Buschdorf durch Gutsbesitzer J. Frings (?). Hintergrund unklar.
ca.1869-1881 Besitzer Bankhaus Jonas CahnKlosterhof Buschdorf Besitzer Cahn. Ab 1869 taucht Jonas Cahn in Zeitungsmeldungen im Zusammenhang mit dem Klosterhof auf.
1877 in Karten
1878 als Nachbar von Maagh/Schüller

Klosterhof 1881 von Bankhaus Jonas Cahn an Rittergutsbesitzer J. Bock verkauft (Familie gründete den jüdischen Friedhof in Hersel). Quellen: wikipedia.org,
Zeitungsmeldung 1881:

ca. 1868-1881 Pächter Christian WelterKlosterhof BuschdorfNeuer Schwerpunkt: Milch vom Klosterhof, Vertrieb bis in Verkaufsstellen in Bonn, 1868-1881 vielfache Zeitungsanzeigen. 1879 Milchkur-Anstalt Poppelsdorfer Allee, neben der Sternwarte, Gelände abgekauft von Albert Cahn. 1880 weiteres Projekt:

Dez. 1881: Auflösung der Gütergemeinschaft mit seiner Frau. Gerichtlicher Verkauf ("16 Kühe, milchgebend, und meistens fett", 9 Pferde, Weizen, Hafer, Zuckerrüben, laut Zeitungsanzeige)

1881-1885
Besitzer Bock
Klosterhof Buschdorf1883 wird ein Pferdeknecht für den Klosterhof gesucht. Keine Namensangaben, jedoch ergibt sich aus den nachfolgenden Einträgen, dass Familie Bock weiterhin Besitzer ist.
1868GrRhd, WitterschlickJohann Birkheuser (Graurheindorf 1805-1884, ca. 1838 verh. mit Anna Maria Mager aus Rheindorf (1802-1865) Kinder im nächsten Eintrag) kauft 1868 von Israel Bock den Eschenhof in Witterschlick. Die Familie Bock ist die, in deren Besitz sich auch der Buschdorfer Klosterhof befindet.
Quelle für die Aussagen zum Escherhof: Erinnerungen Witterschlicker Landwirte, berichtet von Dr. Klaus Trenkle, 1933
1885, 1899 GrRhd, Witterschlick, Buschdorf Zwei der Söhne von Johann Birkheuser, nämlich Peter Joseph (1841-1904) und Bernhard Birkheuser (1839-1889) waren nun zuständig für den Eschenhof in Witterschlick. Es wird berichtet, dass sie sich nicht ausreichend um den Hof gekümmert hätten. Ob nun auf Initiative des Vaters, oder durch eigene - jedenfalls wurde der Kauf 1885 gegenüber Bock rückgängig gemacht, und stattdessen erhielten die Brüder den Klosterhof in Buschdorf, der ja bis dahin immer noch der Familie Bock gehört hatte. Quelle: s.o.
1890 laut Zeitung: "Verzeichniß der Bezirke und Wohnorte der Vertrauensmänner und ihrer Ersatzmänner..." (Invaliditäts-Altersversicherungs-Gesetz):
Jos. Birkheuser, Gutsbesitzer Buschdorf

Ab 1899 wird in Buschdorf nur noch ein weiterer Sohn von Johann Birkheuser/Anna Maria Mager: Heinrich Birkheuser genannt. 1843-1913, 1896 verh. mit Gertrud Bursch (1866-1926), Mitbesitzerin, Friedhof Grau-Rheindorf, "Tant Traudchen", Schwester von Heinrich Bursch.

Quelle der Lebensdaten der Familie Birkheuser: Grabstein Graurheindorf.

Branchenverzeichnis 1901BuschdorfBirkheuser, Heinr., Gutsbes.
Adressbuch 1907Hauptstr. 5Birkheuser, Hch., Gutsbesitzer
Theodor Pingen, Pächter 1905-1916 **) Buschdorf1877-1916, geboren in Sechtem ****) Sterbeurkunde 1916 Nr. 62

Am 17.2.1908 wurde er zum Hauptmann der neu gegründeten Pflichtfeuerwehr Buschdorf ernannt. Quelle: Zeitungsmeldung

Sibylla PingenBuschdorfTheodor's Gattin (geb. Schläger, geb. 1863, Hochzeit 16.5.1907, verst. 1950) versorgte den Hof nach seinem Tod 1916 als seine Witwe zunächst allein, heiratet dann aber Heinrich Pingen, den jüngeren Bruder ihres ersten Gatten.
nach 1913BuschdorfDer Besitzer Heinrich Birkheuser war bereits 1913 kinderlos gestorben. Seine Witwe vermachte später mit seinem Bruder Johann (1848-1925) einen Teil des im Rheindorfer und Buschdorfer Felde liegenden Grundbesitzes, dem neuen Rheindorfer Kloster, einen weiteren Teil und das umfangreiche Hofgrundstück mit dem großen ehemaligen Garten der katholischen Gemeinde in Buschdorf. (Text: Grünkorn)
Heinrich Pingen, Pächter bis 1927 **)Buschdorf1881-1941, Bruder von Theodor Pingen
Adressbuch 19305Pingen, Heinrich, Gutspächter
Michael Bursch, Pächter 1928-1960 **) Buschdorf1891-1968.... genannt Michel, zweitältester Sohn von Heinrich Bursch (18.2.1847 - 27.3.1926), und damit Neffe der inzwischen verstorbenen Besitzerin Witwe Gertrud Birkheuser macht ab 1927/28 als der Pächter weiter . Die Pacht zahlte Michael vertragsgemäß zunächst bis 1935 an Gregor Bursch, einen Bruder von Gertrud, später direkt an die kirchlichen Besitzer. Die kinderlose Witwe Birkheuser hatte schließlich zu Lebzeiten verfügt, dass Vermögen und Grundbesitz an die Katholische Dorfgemeinde übergeht.

Dies ermöglichte dann den Bau von Kirche und Pfarrzentrum.

Auf dem Klosterhof wohnte Lehrer Grünkorn nach seiner Ankunft in Buschdorf ab 1.7.1930, da die Lehrerwohnung (bis März 1930 Lehrer v.d.Driesch) renoviert werden musste.

Michael Bursch war auch als Gemeindevosteher tätig. Er ging 1960 in den Ruhestand

Branchenverzeichnis 1947Kein Eintrag
Karl PingenPächter 1960-1970 Buschdorf...,1910-1980, ältester Sohn von Theodor Pingen. 1970 war dann die landwirtschaftliche Tätigkeit zu Ende.
Später Hauptstr. 56Katholische Pfarrgemeinde

Anmerkungen: Zeitangaben sind nicht immer durch amtliche Angaben belegt, sondern ergeben sich aus Zeitungsanzeigen (Heirats-/Traueranzeigen, Werbung, Stellenangebote, öffentliche Bekanntmachungen etc.)

*) Familienbuch Graurheindorf: Aus den Kirchenbüchern bearbeitet von Katharina Schulte

**) Grünkorn Weitere Quellen: Stammbaum Bursch, persönliche Gespräche mit Familienmitgliedern.

***) https://de.wikipedia.org/wiki/Halfe:

Dabei führte der Pächter die Hälfte seines landwirtschaftlichen Ertrages an den Grundherren als Pacht ab. Aus diesem Grund wurde der Pächter eines Fronhofs auch Halbwinner, Halfe, Halbmann oder Halberling genannt, in der Mehrzahl Halfleute. Die im Rheinland übliche Pachtdauer betrug im 14. Jahrhundert drei oder sechs Jahre und pendelte sich im 16. und 17. Jahrhundert auf zwölf Jahre ein. Nach Ablauf einer Pachtperiode wurde, sofern der Grundherr mit der Hofführung seines Pächters zufrieden und letzterer seinen Verpflichtungen und Zahlungen immer zuverlässig nachgekommen war, der Vertrag um jeweils weitere zwölf Jahre verlängert. In vielen Fällen blieb das Pachtgut für Generationen in den Händen der gleichen Pächterfamilie. Da die Halbwinner vom gepachteten Gut kein Stück veräußern durften und die Güter nach dem Tod eines Pächters nicht der Realteilung unterlagen (in der Regel ging der Pachtvertrag auf den ältesten Sohn oder einen Schwiegersohn über), blieben ihre Anbauflächen stets gleich oder wurden durch Zukauf noch größer. Damit waren die Halfen den Bauern mit Eigenbesitz überlegen, denn diese hatten bei jedem Erbfall mit dem Problem der Verkleinerung der Hofstellen zu kämpfen.

****) Ein nicht mit diesem Theodor Pingen zu verwechselnder Herr gleichen Namens (aber geboren 1841 in Widdersdorf bei Köln) heiratete 1867 eine Sybilla Schmitz, die wiederum nicht mit der oft besungenen Schmitzebilla (mit ihrem Haus in Poppelsdorf) identisch ist. Daraus könnte die Behauptung entstanden sein, dass letztere zeitweise in Buschdorf gelebt hätte.

Für die angegebenen Zeitungsmeldungen: Nachvollziehbar unter www.zeitpunkt.nrw



Skizze: Karl Hans Weidmann

Abgerissen: Oktober 1977, dann Pfarrzentrum

Foto: Sammlung Margret Klein


Auf dem Grundstück des Pfarrzentrums:


Der Bannstein

Dieser Bonner Bannstein (BBS), der heute im Durchgang zwischen Kirche und Pfarrzentrum steht, wurde bereits in den Protokollen der "Bonner Bannbegänge" erwähnt.



Solche Banngänge fanden zwischen 1549 und 1789 statt, zahlreiche Protokolle (teils spätere Abschriften) sind bekannt.
Banngänge dienten dazu, den Verlauf des Bonner Banns zu überprüfen, stets in Absprache mit den betroffenen Anliegern. Der Bonner Bann geht weit über den Bereich der inneren Stadt mit Stadtmauer hinaus und beschreibt das Gebiet, in dem Bonner Besitztümer liegen.


Damals lag Bursdorp/Buschdorf also gerade außerhalb des Bonner Banns, später lag die Grenze zu Bonn im südlichen Teil des jetzigen Gewerbegebietes.


Auch an der Grenze Bonn - Buschdorf - Alfter befand sich ein Bannstein. Mit Buschdorf ist in diesem Falle das Gebiet gemeint, das auch heute noch unter der Bezeichnung "Gemarkung Buschdorf" geführt wird. Bis zum Bau der jetzigen A555 ragte der Bereich, in dem die Buschdorfer Landwirte ihre Felder hatten, weit in den heutigen Tannenbusch hinein, fast schon bis Dransdorf, und kam recht nahe an die vielzitierte Straße Bonn-Aachen heran. Der Stein ist heute ebenfalls im oben genannten Durchgang zu sehen (Aufgang zum Klosterweg).


In Richtung Rhein ging die Grenze weiter durch einen Weingarten, der nächste Bannstein befand sich an der heutigen Kölnstraße, am Nordfriedhof (damals Eselsweg).


Nachdem der hier besprochene Bannstein am Backhaus, nahe dem Klosterhof gelegen, keine Bedeutung mehr hatte, wurde er immer in Ehren gehalten, aber auch immer wieder versetzt. Wo genau der genannte Backofen stand, ist nicht mehr nachzuvollziehen, vielleicht wurde an seinem Standort vor 1900 der kleine Hof mit Backofen errichtet, der dann zur Bäckerei Pabst wurde.