Buschdorf 1907 - Grüner Weg

Plan 1907

Diese Wegbezeichnung kommt in Gegenden mit römischer Vergangenheit recht häufig vor.
Man deutet, dass diese Wege Abzweigungen von einer größeren Straße waren, die gemäß römischer Straßenbautradition senkrecht abzweigten und zu den damaligen römischen Höfen führten. Später wurden sie dann nicht mehr genutzt und von Gras überwuchert.

Zahlreiche Quellen, z.B. Carl Hauptmann: Die Erhaltung der Römerstraßen

Heutiger Name: Otto-Hahn-Straße



Nr.2 Christian Schmitz

   
Zeitangabe:Adresse:Eintrag:
ca.1689-1742
Matthias Stein
BuschdorfHeirat (1. Ehe) Matthias Stein(hauer), Schmied in Buschdorf, mit Maria Splinter, vor 1707
Quelle: Fb.*) Nr.902
Ort: Fachwerkschmiede in der Hauptstraße (Denkmalliste der Stadt Bonn). Eltern von 9 Kindern, davon zwei mit Namen Johannes. Der um 1707 in Buschdorf geborene Johannes eröffnet eine Kette von Schmiedefamilien, die 1907 durch drei Schmieden in Buschdorf vertreten sind. Auch deren Nachfolger leben heute noch im Dorf. Quelle: Fb.903

Ein weiterer Sohn Johannes (Junior genannt) wird nachfolgend beschrieben.

1726-1771 Johannes Stein (junior)HerselHeirat (2.Ehe) 1761 Johannes Stein (Fb 902.8 und 905) und Anna Walburga Steinacker (Fb.919.2)

Eltern von Elisabetha Stein, geb. 1762 in Buschdorf (nächster Eintrag)

1762-nach 1796
Elisabetha Stein
Buschdorf1790 Heirat Elisabeth Stein (Fb 905.5) mit Johannes Schmitz (Fb.840), geb. um 1760 in Hersel, verstorben 1827 laut Familysearch **)
1. Sohn: Christan Schmitz (nächster Eintrag , geb.27.3.1791 in Buschdorf, Schneider laut Familysearch **)
letztes Kind geb.1796
1801 - 1814
Tranchot-Karte
 Standort unbebaut
Christian Schmitz
1791, gest. vor 1829
Heirat, beide wohnhaft in BuschdorfChristian Schmitz (Beruf:Schneider) und Margareta Sößenich, Sohn: Christian Schmitz (nächster Eintrag)

Quelle:
Heiratsurkunde des Sohnes 1854 Nr.11, dessen Sterbeurkunde 1891 Nr.80, Familysearch **)

Christian Schmitz
1829 - 1891
Buschdorf1854: Heirat Christian Schmitz (24 Jahre alt, Sohn des Schneiders Chr.Schmitz und Margareta Sößenich) mit Elisabeth Berrisch, geb. 1839 (Rösberg) - 1911 (Buschdorf)
Quellen: Heiratsurkunde 1854 Nr.11, Sterbeurkunden 1891 Nr.80 und 1911 Nr.68

Kinder:
1853 - 1930 Tochter Maria Schmitz, Buschdorf
1887 Heirat mit Jos. Geuer (Witterschlick/Bonn)
Quellen: Heiratsurkunde Alfter 1887, Nr.10 und dortige Anmerkung

1860 Tochter Gertrud
heiratet Schuster Herber, Tod Sterbeurkunde Bonn 1077/1904

Tochter Anna geb. 1857 (Buschdorf), Heirat 1885 mit Anton Klaes /laut Heiratsurkunde Alfter 1885 Nr.16

Söhne:
Peter Schmitz, verheiratet mit Anna Maria Geuer,geb. 1853, Buschdorf, ein Sohn Christian, geb. 1899 laut Zeitung, Heiratsurkunde Peter/Anna: 1887 Alfter Nr.10
Christian Schmitz (nächster Eintrag)

Christian Schmitz 1854-nach 1938 Buschdorf1880 Heirat: Christian Schmitz mit Maria Tönnessen. geb 25.7.1852 Oedekoven
Trauzeuge: Vater Chr.Schmitz
Quelle: Heiratsurkunde Alfter 1880 Nr.2
Ein im gleichen Jahr geborener Sohn Christian verstirbt im Alter von 1 Monat (Sterbeurkunde 1880 Nr.72)
Karte um 1880Grüner WegKleines Fachwerkhaus direkt neben Bursch (Nr.3)
rechtes Haus: 1891Grüner WegLaut Aussage des Bewohners: Ziegelhaus rechts - an der Grenze zu Grommes - erbaut
Branchenverzeichnis 1901 kein Eintrag
Adressbuch 1907Grüner Weg 2Christian Schmitz, Tagelöhner
Karte 1907Grüner Weg 2Kleines Fachwerkhaus - links, direkt neben Bursch (Nr.3) und Ziegelhaus an der Grenze zu Grommes (Nr.1)
1910 Geburt von Tochter (1 von 3), laut Grabstein DuisdorfGrüner Weg, später DuisdorfKlara Schmitz, später verheiratet mit Peter Heinzen (Wäschereibesitzer in Duisdorf)
Zeitungen 1930Goldene Hochzeit Christian und Anna Maria Schmitz Bonner Stadtanzeiger 25.1.1930: Das kleine Buschdorf mit seinen kaum 300 Einwohnern hatte gestern einen Festtag... Von dem Häuschen am Grünen Weg, der Wohnung des Jubelpaares, bis zur Kirche war die Straße überaus prächtig geziert...Ein Fackelzug wurde dargebracht. Vor der Wohnung spiele die Musikkapelle "Die Himmel rühmen", der Kirchenchor sang "Gott grüße dich", Lehrer Dr. van den Driesch hielt eine sinnige Rede...und zum Schluss ein Feuerwerk. Freitag dann die kirchlichen Feiern...
1938 Gattin Maria totBuschdorf, Grünerweg 1Todesurkunde Duisdorf 1938 Nr.6324: Maria Schmitz, geb. Tönnessen, 85 Jahre, Gattin des Invaliden Christian Schmitz, Tod gemeldet von Peter Heinzen (Wäschereibesitzer in Duisdorf)
Branchenverzeichnis 1947 kein Eintrag
SpäterOtto-Hahn-Str. 58/60linker Teil verkauft an Bursch (Reitstall)
Anmerkung: Christian Schmitz ist nicht identisch mit Christian Schmitz in der Hauptstraße. Der gemeinsame Vorfahre ist der o.g. Schmied Matthias Stein(hauer).
Ein Christian J.J. Schmitz auf dem Klosterhof scheint in keiner Verbindungen zu den anderen Familien zu stehen.
*) Familienbuch Graurheindorf: Aus den Kirchenbüchern bearbeitet von Katharina Schulte
**) Angaben aus Internet-Datenbanken, keine Quellen genannt.
1907
Goldene Hochzeit 1930
Späterer Zustand: Fotomontage (KI)
Computermodell 1907
Privatfoto 1930 - Mitglieder der Buschdorfer Familien: Frings, Geuer, Heinzen, Löhr, Marx, SchmidtLinks: Abriss des kleinen Fachwerkhauses (Ersatz im hinteren Bereich), Erweiterung von Bursch (Reitstall, "Zur Tenne") , Mitte/rechts: neues/altes Wohnhaus (nach 1930/1891)




Gemeinsame Vorgeschichte von Nr.1 und Nr.1a

Johann Richartz

Zeitangabe:Adresse:Eintrag:
Mathias Richartz, ca 1792-1861Dransdorf, BuschdorfHeirat vor 1820: Mathias Richartz (Axenmacher/Stellmacher, von Dransdorf), Tod 1861, Dransdorf, 69 Jahre alt, also geb.ca 1792
verh., mit Christina Groß Tod: 1877, 83 Jahre alt, also geb.ca 1794
Kinder: Franz, geb.1820 - Catharina, geb.1822 - Johann Jacob, geb.1824 in Dransdorf (nächster Eintrag) - Peter Joseph, geb.1827 in Dransdorf - Gertrud, geb.1829 - Margaretha, geb.1831
Quellen: Familysearch, Zeitungen
Tranchot-Karte 1801 - 1814 Standort unbebaut.
Johann Richartz, 1824-1907 Hersel, BuschdorfHeirat vor 1852: Johann (Jakob) Richartz, geb. 1824 in Dransdorf, verst. 1907 in Buschdorf laut Urkunde Oede 1907 Nr36,
verh. mit Gertrud Dick (verstorben vor 1899)
1852 Tochter Margarethe, Hersel (siehe Grommes), Tochter Christina, geb.1856, Buschdorf 1858 Tochter Catharina, Hersel, siehe Löhr - Sohn Johann, verst.1899 in Buschdorf, 33 Jahre (Urkunde Oedek. Nr.48)
Weitere Quellen: gedbas.genealogy.net
Zeitungsanzeigen 1877, 1884, 1885, 1887Buschdorf"Stellmachergeselle gesucht von Joh. Richartz". 1892 Aufgabe des Stellmacherhandwerks. 1899 als Feldhüter tätig


Nr.2 Johannes Grommes

Zeitangabe:Adresse:Eintrag:
Tranchot-Karte 1801 - 1814 Standort unbebaut.
Heinrich Grommes
?-vor 1882
MondorfHeinrich Grommes und Anna Sibilla geb. Schlingen - laut Heiratsurkunde des Sohnes Johann (nächster Eintrag): Oede 1882 Nr.29:
Johann Grommes
1853 - 1924
Mondorf
Buschdorf
Laut Urkunde Oede 1882 Nr.29 und Sterbeurkunde Oedek 1924 Nr.27:
geboren in Mondorf 4.11.1853
Heirat 1882: Ackerer Johann Grommes, geb.1853 Mondorf, Eltern s.o., heiratet Catherina Richartz, geb.1858 zu Hersel, Tod 1921 in Buschdorf, laut Sterbeurkunde 1921 Nr.94
Kinder dieser Ehe: 1886 Josef (s.u.), 1890 Peter, Anton?, Margarete, verh. Görgens?, Johann, verst. 1896?
Branchenverzeichnis 1901 Grommes, Joh., Milchhändl.
Adressbuch 1907Grünerweg 1Grommes, Joh., Acker
Plan 1907Grünerweg 1vorhanden
Amtl. Adressen 1909Grüner Weg 1Johann Grommes, Ackerer
1915Rethel (Ardennen, Frankreich)Sohn Josef, geb. Buschdorf, 29 Jahre alt,im Krieg verstorben
Tod Joh. Grommes: 1924"Wohnung von Martin Grommes", wahrsch. grWeg 1Johann Grommes verstorben. 71 Jahre, Zeitung/Urkunde Oedek 1924 Nr.27. Geboren in Mondorf, Nov 1853, Witwer. Angezeigt von Martin Grommes, Fabrikarbeiter.
Adressbuch 1930Nr. 1Grommes, Ant, Ackerer
Branchenverzeichnis 1947"Grünweg" 7Anton Grommes, Fuhrgeschäfte
1950Grüner WegZeitungsmeldung: Spediteur Heinrich Grommes und Frau feiern 25jähriges Ehejubiläum
SpäterOtto-Hahn-Str. 56 


Nr.1a Johannes Peter Löhr

Zeitangabe:Adresse:Eintrag:
Tranchot-Karte 1801 - 1814 unbebaut
?-vor 1888
Peter Josef Löhr
HilterscheidAckerer Peter Josef Löhr aus Hilterscheid, verst. vor 1888, verh. mit Katharina, geb. Klöckner. Sohn Johann Peter (nächster Eintrag)
Quellen: Heiratsurkunde/Todesurkunde des Sohnes, Alfter 1888 Nr.1 und Oedekoven 1918 Nr.91
1860-1918
Johann Peter Löhr
Hilterscheid
Buschdorf
Johann Peter Löhr, Nachtwächter und Stellmacher, geb. um 1860 in Hilterscheid, verstorben 1918 (Urkunde Nr.91), heiratet 1888 Margaretha Richartz, geb 1852 in Hersel, wohnhaft in Buschdorf, gest. Urkunde 1897 Nr. 48
Kinder: Jakob geb. 1894 im Krieg verstorben (myheritage)
1896 Peter geb/verst Urkunde Nr.66, Wilhelm geb. 1898 verstorben, Urkunde 1898 Nr.76, Todgeburt unbekannt 1901
Adressbuch aller Länder 1888 Stellmacher Löhr, Joh. Peter
Branchenverzeichnis 1901 Löhr, J. Pet., Stellmacher
Adressbuch 1907Grüner Weg 1aJ. Pt. Löhr, Feldhhüter. Sein Haus neben Grommes hat er nach Aussagen seiner Familie selbst erbaut. Im Plan von 1907 ist es noch nicht verzeichnet.
Amtl. Adressen 1909Grüner Weg 1aJohann Peter Löhr, Feldhüter
1912/1930
Peter Löhr
BuschdorfPeter Löhr (Sohn ? oder weggelassener erster Vorname?) sucht in Zeitung nach Milchwagen/Küchenabfällen
1918
Tod Joh.Pet.Löhr
BuschdorfJohann Peter Löhr, Ackerer, 58 Jahre alt, also geb. 1860, lt Urkunde 1918 Nr.91 verstorben. Gemeldet von Ackerergehilfe Peter Löhr aus Buschdorf (sein Sohn? / Vater von Katharina?)
Katharina Löhr 1921-2006BuschdorfKatharina Löhr geboren, sie heiratet 1944 Peter Tannenbaum (1919-1994) aus Duisdorf, gemeinsamer Sohn: Peter Severin Tannenbaum (1945-2000),...??? Quellen: Myheritage/Grabstein
Adressbuch 1930Nr. 2Jak. Löhr, Milchhändler und Marg. Wwe (mutmaßlich geb. Richartz)
Branchenverzeichnis 1947Grüner Weg 9Jakob Löhr - Milch
SpäterOtto-Hahn-Str. 54Tannenbaum
Anmerkung: Heute Kindertagesstätte. Keine direkten Nachkommen von Christian Schmitz, Verbindung zu Schmitz-Nachfolgern erst bei den weiteren Generationen.

1863 fand ein Hausverkauf des verlebten Thomas Obladen statt: Haus mit Garten und Zubehör, Nr. 1d. Diese Adresse konnte noch nicht identifiziert werden.


1915 Unfall am Bahnübergang

Der General-Anzeiger berichtete:

So etwa hat es wohl ausgesehen.


Der Buschdorfer Friedhof



Die Geschichte des Buschdorfer Friedhofs begann seltsamerweise im Jahr 1904 in Berlin.

Der damalige Gemeindevorsteher Ludwig Schopp kam dort bei einem Unfall mit einem Pferdefuhrwerk ums Leben, als er mit vielen anderen Schaulustigen den Kaiser bei einer Ausfahrt sehen wollte. Der in hohem Tempo fahrende Pferdewagen eines Metzgers erfasste ihn und machte seinem Leben ein Ende. Berliner und Bonner Zeitungen berichteten:


Wie damals noch üblich wurde Schopp in Graurheindorf beerdigt. Die Witwe beschloss dann aber, das Grundstück, hier am heutigen Standort, der Gemeinde zum Errichten eines Friedhofs zu schenken, und diesen zu finanzieren. Noch im gleichen Jahr wurde dann das Grab ihres Mannes nach Buschdorf verlagert. Man erzählt, Maurer Heuser, der Vater des Buschdorfer Boxers Adolf Heuser habe die Mauern des Friedhofs errichtet.
Adolf Heuser selbst kam 1907 in Buschdorf zur Welt, trainierte im Bonner Boxclub und wurde 1929 Berufsboxer. Er errang eine Reihe von Meistertiteln - auch in Amerika - jedoch brachte ein Kampf gegen Max Schmeling (Stuttgart 1939) den Wendepunkt seiner Erfolge.
Im Dorf hatte er viele Freunde und seine Siege wurden kräftig gefeiert. Er starb 1988 in einer Bonner Klinik. Einige seiner Titel sind auf einem Gedenkstein auf seinem Grab genannt.

Das älteste Grab auf diesem Friedhof ist der römischer Sarkophag (Original!), der 1984 bei Bauarbeiten für das Buschdorfer Gewerbegebiet gefunden wurde. Sein Ursprung wird auf etwa 180 Jahre n. Chr. geschätzt. An mehreren Stellen (z. B. rund um den heutigen Spielplatz in der Friedlandstraße - ehemalige Kiesgrube) und am Dellweg wurden weitere römische Spuren entdeckt. Die Römer betrieben bei uns kleinere Höfe, die der Versorgung des Bonner Römerlagers dienten und häufig von pensionierten römischen Soldaten geführt wurden. Über den Toten, der in dem riesigen Sarkophag aus Sandstein bestattet wurde, ist nichts weiter bekannt.

Am Haupteingang des Friedhofs befindet sich ein Kriegerdenkmal mit den Namen gefallener Buschdorfer Soldaten und hiesiger Kriegsopfer. Das Denkmal besteht aus Würzburger Muschelkalk und wurde am 26.11.1922 mit Festreden und Chorälen eingeweiht (Quelle: Zeitungsmeldungen von 1922). Ein Relief zeigt einen sterbenden Krieger, wie er von seinem Schutzengel getröstet wird.

Der Urheber dieses Denkmals ist bislang unbekannt. Aussagen, es wäre vom bekannten Bonner Bildhauer Karl Menser erschaffen worden, lassen sich aus dem unten rechts von dem Relief vorhandenem Bildhauerzeichen nicht beweisen, da Karl Menser seine Werke in Großbuschstaben kennzeichnete, wie z.B. auf dem Bonner Nordfriedhof zu sehen ist.

Die Protokolle des Buschdorfer Gemeinderates erwähnen eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Jakobus Linden, der beispielsweise in Hemmerich das Kriegerdenkmal gestaltet hat, das ließ sich dann aber wohl nicht umsetzen, und er hätte wohl kaum mit dem bei uns vorhandenen "M" signiert.

Dies ist eine erweiterte Info, die auf eine Infotafel am Friedhof zurückgeht. Zu dieser haben beigetragen: Franz Grünkorn, Adelheid Schmitz-Brodam, Toni Lankes, Günther Timmermann, Dieter Reindl, Burkhard Fehse


Der Grüne Weg in den 60er Jahren

     

Linkes Bild, v.l.n.r. Die Fortsetzung des Grünen Weges Richtung Westen, der Dransdorfer Weg (nach 1907 bebaut). Dann der 1907 schon bebaute Abschnitt, zusätzlich die Scheune von Bursch.

Rechtes Bild, v.r.n.l. Die Fabrik Hoogland, weiter nach links alles unbebaut, man sieht hindurch bis zur Kiesgrube Hersel und es gibt zwei Häuser, die heute zur Friedlandstraße gehören. Zwischen diesen beiden erkennt man die erste Bauphase der VDK-Siedlung. Quelle: Sammlung Over


2025


Abzweigung der Otto-Hahn-Straße (ehemals Grüner Weg) von der Kölnstraße.

Bei Bauarbeiten an dieser Stelle entdeckte Franz Grünkorn die römische Herkunft dieser Straße. Dr. Michael Gechter vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalspflege, der schon viel über die Römer in Buschdorf geschrieben hatte, erklärte:

"Genaugenommen handelt es sich bei den Steinen um eine Packlage Rollkiesel, die als Fundament für den Straßenbelag diente. Die Kölnstraße verläuft in diesem Bereich auch auf der Trasse der ehemaligen römischen Straße, die einst von Rom zur Nordsee führte."
Quelle: Generalanzeiger Januar 1990

Der ursprüngliche Verlauf direkt unten am Rhein hatte wegen des häufigen Hochwassers die Römer veranlasst, eine weniger hochwassergefährdete Strecke zu erbauen.

Das gleiche Problem hat dann wohl um 1217 dazu geführt, dass die Graurheindorfer Bauern ihre Felder zu uns verlegt haben, und auch ein paar Häuser zu erbauen. Keine Kirche - nur Häuser. In der ripuarischen Sprache: Burs - also Bursdorp, ein Name, der bis ins 17. Jahrhundert in alten Dokumenten auftaucht. Mit dem Neuhochdeutsch kam dann Bustorp, und dann Buschdorf.