Infos zur Aegidienstraße

 
Karten um 1910 und 1970, Sammlung Frings-Watterott, Prospekt Aegidiengemeinde


Auf diesen Karten liegt die Richtung Westen oben. 1907 stehen an der heutigen Kreuzung Aegidienstraße/Buschdorfer Straße die Gebäude Hermanns (o.l), Mager (u.l.), Wirtz (u.r.), und eine Scheune, die zum Ervershof gehörte (o.r.). Diese ist den lebenden Buschdorfern nicht bekannt, sie taucht aber auch auf andern Plänen dieses Bereiches auf, und ist laut Aussagen, die Grünkorn dokumentiert hat, um 1930 zusammengebrochen - an einem Sonntag - und ziemlich laut.


Der Weg Richtung Westen, genau zwischen Hermanns und dieser Scheune gelegen, wurde im Volksmund Herman's Pädchen genannt. Dieser recht enge Weg ging weiter als "Schildgens Pfad" in Richtung Richtung der Arbeiterbuden (Polebuden). Der Pfad ist zu unterscheiden von "Schildgens Weg", dieser entsprach teilweise dem heutigen Klosterweg.


Als der Ervershof an die Buschdorfer Kirchengemeinde übertragen worden war, und auf dem Grundstück eine Behelfskirche stand, galt der Name "Kirchweg" (1961-1978). Die Bezeichnung darf aber nicht mit dem Straßenabschnitt der jetzigen Friedlandstraße verwechselt werden, der 1907 Kirchweg/Kirchstraße hieß. Durch Zuordnung der damaligen Anliegernamen zum heutigen Zustand lässt sich diese Aussage leicht bestätigen.



 Auf einer Postkarte, die - allerdings als Zeichnung - die Ecke Hauptstraße/Pädchen darstellt, ist Herman's Pädchen mit einem Tor versperrt, und die besagte Scheune sieht wie ein Wohnhaus aus. Stimmt das? Auch andere Gebäude sind auf dieser Postkarte etwas gefälliger dargestellt als tatsächlich überliefert. Es fällt auf, dass als Adresse noch der vorherige Name der Hauptstraße erscheint: Dorfstraße.


Eine in Buschdofer Fotoalben weit verbreitete Foto-Postkarte aus der Zeit vor 1930 zeigt die Szene von der anderen Richtung aus gesehen. Eindeutig sind auf der rechten Straßenseite vorne das Pfarrhaus, das Tor zum Ervershof, die bis in die 60er bekannte Scheune, dann ein Gebäude mit der Giebelseite zur Hauptstraße hin zu sehen. Genauso ausgerichtete Häuser Hermanns und die Scheune von Schmitz (Faßbender) schließen sich an.


1907 war die heutige Aegidienstraße in Richtung Osten noch nicht benannt, und hatte keine Bebauung, außer den Seiten der Höfe Mager und Wirtz. Mitten auf dem Weg stand ein Kastanienbaum - ob er schon 1907 dort war, ist nicht bekannt. Im Computermodell taucht er trotzdem auf, um darzustellen, warum Hermann's Restaurant später den Namen "Zur Kastanie" - und sogar "La Castgna" getragen hat.